Bei einer Lebensversicherung handelt es sich um eine Versicherung gegen Gefahren. Im Fall dieser Versicherung ist die Gefahrenabsicherung, die des Erlebens bzw. des Todesfalls. Diese Art von Versicherung ist Altersvorsorge und Todesfallschutz zugleich. Allerdings gibt es zwei Formen, über die Sie Bescheid wissen sollten. Zunächst ein Blick in die Geschichte:

Die erste Lebensversicherung wurde im antiken Rom angeboten. Dort gab es Beerdigungsvereine. Diese übernahmen die Bestattungskosten ihrer Mitglieder. Auch die überlebenden Verwandten wurden mit Zahlungen aus diesen Versicherungen unterstützt. Später entstanden Versicherungen dieser Art im 17. Jahrhundert in Frankreich. In England fand sich eine recht makabere Form der Lebensversicherung. Und zwar in Form von Wetten auf das Leben von Menschen. Dann aber kam Edmond Halley. Er war der Erfinder der modernen Lebensversicherungsmathematik. Dies kann als moderner Ursprung der Lebensversicherung angesehen werden. 

 

Lebensversicherung

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Diese Begriffe sollten Sie kennen

Wenn Sie heute eine Lebensversicherung abschließen wollen, sollten Sie einige Begriffe kennen. Hierzu gehören Garantiezins, Überschuss und Rückkaufwert. Beim Garantiezins handelt es sich um den Zinssatz, den die Versicherungsunternehmen ihren Kunden zusichern. Als Überschuss bezeichnet man das eingezahlte Kapital, da erwirtschaftet wurde während eines Geschäftsjahres Dieses Kapital teilen sich Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen. Dieses Verfahren ist gesetzlich geregelt. Als Rückkaufswert wird der Betrag bezeichnet, der ausgezahlt wird, wen die Lebensversicherung vorzeitig gekündigt wird. Der Rückkaufswert ist geringer als die Versicherungssumme. Von der Versicherungssumme werden die Versicherungsgebühren und ein Teil der Zinsen abgezogen. 

 

Zwei Formen, unterschiedliche Leistungen 

Lebensversicherungen werden in zwei Formen angeboten. Die kapitalbildende Lebensversicherung ist die beliebteste Form. Diese Versicherung dient einem bestimmten Zweck. Und zwar, dass sie im Erlebensfall als Altersvorsorge dient. Die kapitalbildende Form dieser Versicherung bietet zudem auch immer einen Todesfallschutz. Dieser sichert die Hinterbliebenen für den Fall ab, dass der Versicherte verstirbt. Als Kunde zahlen Sie über Jahre bzw. Jahrzehnte hinweg in diese Versicherung Beiträge ein. Hierdurch wird das Kapital aufgebaut, das das Versicherungsunternehmen durch Zinszahlungen und durch Überschüsse erhöht. Für den Fall, dass der Versicherungsnehmer das Datum der Auszahlung erlebt, kann er die ausgezahlte Versicherungssumme inklusive der Überschüsse für seine Altersvorsorge nutzen. Die andere Form der Lebensversicherung ist die fondgebundene Versicherung. Diese funktioniert wie eine Kapitallebensversicherung. Die Höhe der Summe, die letztlich ausgezahlt wird, am Ende der Laufzeit, ist nicht festgelegt. Grund dafür ist, dass das Kapital durch den Versicherungsnehmer in einem Fonds angelegt wird. Entwickeln sich die Kurse gut, ist die Rendite recht hoch. Sind die Zinsen indes niedrig, ist die Rendite nicht so hoch. Das Kapital, das letztlich herauskommt, wird monatlich in Form eine Rente ausgezahlt. Auf Wunsch kann dies auch auf eine Einmalzahlung begrenzt werden. 

 

Versicherung für ein oder mehrere Personen

Die Lebensversicherung gibt es für eine versicherte Person und auch für mehrere Personen. Die Versicherung, die sich auf mehrere Personen bezieht, nennt man auch Versicherung auf verbundene Leben. Bei dieser Art von Lebensversicherung tritt der Leistungsfall ein, wenn die erste oder die letzte der versicherten Personen stirbt. Eine weitere Art der Lebensversicherungen ist die Gruppenversicherung. Im Rahmen einer solchen Versicherung werden mehrere Personen aus einer bestimmten Personengruppe versichert. Es handelt sich hier um eine Versicherung auf ein Leben, nicht um verbundene Leben.